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Outdoor: Antenne 145/430 MHz

Kleine Richtantenne für 145 & 430 MHz

Für die Teilnahme am Sächsischen Bergwettbewerb (SBW) suchte ich nach einer Duoband-Antenne für 2 m und 70 cm, die auch gut ins Wandergepäck passt. Die Firma Anjo bietet eine kleine Antenne an, die aussieht wie eine logarithmisch-periodische Antenne und beide Bänder mit guten Parametern abdecken soll. Zudem wird sie als einfach montierbar angepriesen. Da sie mit 49 EUR recht preisgünstig ist, habe ich sie gekauft und zunächst unverändert eingesetzt. Hierbei ergab sich eine Schwachstelle:

Das mehrmalige An- und Abschrauben der 8 Elemente ist auf Dauer nervig. Hinzu kommt das Risiko, Muttern oder U-Scheiben in der Landschaft zu verlieren.

Ich wollte die Elemente steckbar gestalten. Also habe ich die Elementlängen gemessen und sicherheitshalber mittels R&S-Netzwekanalysator die Anpassung im Bereich (100 ... 500) MHz gemessen. Dabei hatte ich die Antenne wie bei meinen Einsätzen üblich vertikal polarisiert vor dem Alumast montiert. Der NWA wurde so kalibriert, dass die Mess-Bezugsebene an der Antennenbuchse liegt. Das Speisekabel geht also nicht in die Messung ein! Ich bin kein Antennenspezialist und so hat mich das Ergebnis überrascht. Es handelt sich nicht um eine breitbandige LPDA. Sondern die Antenne hat zwei Anpassungsoptima bei 2 m und bei 70 cm. Allerdings zeigte sich in meinem Fall, dass die Elemente zu kurz sind, die Bestwerte der Anpassung lagen deutlich über den gewünschten Frequenzen. Das 70 cm-Band kam hier besonders schlecht weg.

Also habe ich erst einmal die acht Alu-Stäbe über 18 mm langen Distanzhülsen mit Lamellensteckern mit M4-Gewinde verbunden. Sie wurden so jeweils ca. 25 mm länger. Die Löcher im Doppelboom habe ich auf 6 mm Durchmesser aufgebohrt und lange Laborbuchsen eingeschraubt.

Ohne weitere Messungen habe ich dann viele Bergaktivierungen duchgeführt.

Nummehr besitze ich einen VNWA3 nach DG8SAQ. Nach vielen Versuchen mit der Methode "Versuch & Irrtum" ergaben sich neue Abmessungen für eine optimierte Anpassung.

Stecker und Distanzhülsen

Originalabmessungen und optimierte Variante sind im Bild dargestellt.

Masse der LP145435E

Ebenso der erzielte Verlauf der Apassung. Ich habe dann mit diesen Dimensionen noch viele Messungen bei veränderter Umgebung (v. a. Lage des Speisekabels) durchgeführt. Dabei reagierten die Werte für das 70 cm-Band nur sehr geringfügig. Der Anpassungsverlauf und die SWR-Werte im 2 m-Band veränderten sich stärker. Das sehe ich hier aber nicht so kritisch.

LP145435E: Anpassungsverlauf
Groß: Anpassungsverlauf als PDF