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QSL

- Bestätigung einer Funkverbindung -

Sehr selten: ein QSO mit Nordkorea

Ein Unterschied zwischen einem (Handy-)Telefonat und einem Amateurfunk-QSO ist, dass das Telefonat immer klappt. Ob eine Funkverbindung in ein bestimmtes Zielgebiet möglich ist, hängt von vielen Faktoren ab. Einige davon kann der Funkamateur beeinflussen, nämlich über sein Können und die technische Ausstattung. Auf andere hat er gar keinen Einfluss. Dazu gehören zum Beispiel Tageszeit und Sonnenaktivität. Deshalb war es für Funkamateure schon immer wichtig, für ihre erfolgreich geführten QSOs auch eine Bestätigung zu bekommen. Diese Funktion übernimmt seit Afu-Anfangszeiten am Beginn des 20. Jahrhundert die QSL-Karte. Das ist ein Stück Karton, auf dem der Funkpartner die wesentlichen Daten eines QSO quittiert. Darüber hinaus enthält die QSL meist noch zusätzliche Informationen, die der Absender für wichtig hält. Dazu gehören Angaben zur Person, zur Heimatregion oder zur verwendeten Technik. Inhalt und Gestaltung variieren damit sehr stark. Und das Sammeln solcher QSL ist übt einen großen Reiz auf viele Funkamateure aus. Ich selbst besitze inzwischen Zehntausende und sammle weiter.

Die Zeit der Papier-QSL scheint abzulaufen. Wegen des hohen Zeit- und Kostenaufwands sinkt die Akzeptanz. Elektronische Datenbanken versuchen die Rolle der Papier-QSL zu übernehmen. Bekannte Vertreter sind

Einige Probleme haben diese Datenbanken neben aller Unterschiedlichkeit gemeinsam. Der größte ist, dass derzeit keine der Varianten auch nur annähernd die Vielzahl der auf Papier-QSL enthaltenen Daten abspeichern will oder kann: italienische Provinzen, Referenznummern kanadischer Binnenseeinseln, COTA-Nummern und was es da noch alles gibt. Und hier besteht derzeit kaum Aussicht auf Abhilfe. Übliche SQL-Datenbanken sind hier wohl überfordert.

Zum anderen gibt es eben mehrere parallel arbeitende Systeme. Das ist auf Dauer aber auch nicht nutzerfreundlich. Selbst wenn es noch mehr Export- und Importmöglichkeiten von einem System ins andere gibt.